Sag es und vergiss es

Anscheinend manifestieren sich Gedanken viel besser, wenn man sie erst mal in einer Form niederschreibt, die andere Leute verstehen sollen. Das gilt insbesondere für Gedanken, die irgendwie “schon klar” sind - schreib sie nieder, und sie verändern sich.

So dieses Big Bang-Dings - ich war echt der Meinung, es müsse einen “Big Bang vor dem Big Bang” gegeben haben. Erst als ich diesen Gedanken mit allen Konsequenzen niedergeschrieben habe, habe ich erkannt, daß das Blödsinnig und absurd ist. Ein paar Tage später passiert dann etwas erstaunliches. Der Gedanke, die Conclusio, wird zu einem Teil von dir und dein Kopf wird frei. Er verschwindet einfach, und du handelst danach.

Dieses Blog-Dings erweist sich als sehr nützlich. Nicht zum Berühmt und Reich werden, sondern als eine Art Selbst-Therapie und Eigen-Feedback.

Kannibale oder Beutetier?

Werden wir zuerst von Nanobots überrannt, oder finden wir zuerst den Quantencomputer? Die essentielle Frage der Menschheit. Wenn wir zuerst mit den Nanobots fertig sind, laufen wir Gefahr, von diesen gefressen zu werden. Wenn wir zuerst den Quantencomputer erfinden, wird es auch nicht einfacher. Und die Außerirdischen, ja die können wir sowieso vergessen.

Aber was machen wir jetzt? Werden wir aufhören, an Nanobots zu forschen? Werden wir aufhören, die Computerleistung zu steigern? Wohl kaum. Wenn das MIT einen funktionierenden Nanobot baut, wird IBM den verkaufen wollen, und intel wird ihn besser machen wollen. Dann haben wir das Problem. Dasselbe gilt für den Quantencomputer (hat IHR PC denn genügend Rechenpower?)
Das ist alles wirklich seehr frustrierend.

Mein Sohn!

Ja, ich gestehe - ich bin stolzer Vater. Ich genüge total dem Schema F des stolzen Vaters in das jeder noch so vernünftige und aufgeklärte Mensch hineinrutscht, wenn sein Kind zum ersten lacht, das erste Mal “Papa” oder “Mama” sagt, oder wenn es das erste Mal alle Stufen zur Wohnung hoch läuft. Man fällt in das Schema wie das Amen in der Kirche, und deshalb - amen - bin ich auch rein gefallen.

Und deshalb - ja, ich finde es TOLL, daß mein Sohn mit 10 Monaten angefangen hat zu laufen, und mit 12 Monaten auf Kommando auf Lampe, Mama, Löwe, Türe und was sonst noch alles zeigen konnte. Ich finde es toll, daß sich im Supermarkt die Leute grinsend nach diesem Vater-Sohn-Gespann rumdrehen wie wenns ein Weltwunder wäre und der Kleine jeden zweiten anbrabbelt.
Und - ja - ich habe mit ihm trainiert. Schon ganz früh habe ich ausgelotet, was ihm denn so an körperlichen Bewegungen Spaß macht, und habe diese wiederholt. Denn das schult die Grobmotorik; und wenn die Grobmotorik stimmt, läufts auch mit der Feinmotorik besser. Und wenns mit dieser gut läuft, entwickelt sich sein Hirn schneller.

Natürlich tolle ich auch jetzt schon  mit 1 1/2 Jahren mit meinem Sohn. Ich werfe ihn durch die Luft, stupse ihn mit dem Finger leicht aus dem Gleichgewicht, und wirble ihn um mich herum. Ich glaube, das trainiert sein Gleichgewichtssinn. Nicht umsonst sitzt er schon freihändig auf meiner Schulter.

Renomierte Kindspsychologen meinen natürlich, das bringt nichts in dem Alter. Aber hey, ich sehe meinen Kleinen jeden Tag und ich SEHE was es bringt.

Ngh! Nein, beißt dir auf die Zunge…

Da gibt es Leute, die haben einfach einen “gefressen” an mir. Da kann ich noch so brillieren - stehen hin mit hämischem Blick, und lachen mich vor versammelter Mannschaft aus. Und dann erklär’ ichs halt mehr oder weniger geduldig, wie ich dieses gemacht hab und wie das gemeint war… bis es dann passiert - die Erkenntnis schlägt ein. Sein hämisches Lachen unterbricht plötzlich, Wolken ziehen über die Stirn, die MUndwinkel genhen langsam nach unten. Ich möchte triumphieren, aber ich beiße mir auf die Zunge. Meine Mundwinkel zucken ein gaaaaanz kleines bisschen, aber sonst Micha, bleib cool.

Schließlich warte ich noch auf die Ausreden: das darf doch eigentlich nicht gehen, das verstößt gegen das Prinzip, wo gibt es denn sowas… ja genau Mann, daran wirds liegen. Bei mir läufts nur “aus Versehen”. Da muß jemand anderes einen Fehler gemacht haben, sonst würde es bei mir gar nicht laufen dürfen! Micha, beiß’ dir auf die Zunge…
Und dann passiert es; jemand anderes steht auf und behauptet genau dasselbe wie der Typ, und die ganze Diskussion fängt von vorne an. Aber weils der Typ inzwischen gecheckt hat, muß er es ihm selbst erklären!Hah! Das Leben kann so schön sein!

Vergesst den Warp-Antrieb!

Alle 50 Jahre verdoppelt sich die Menschheit. Platz haben wir auf dieser Erde für 200 Milliarden Menschen. Angenommen wir sind jetzt ca 5 Milliarden Menschen, dann dauert es ca. 5 * 50 Jahre, also 250, bis dieser Planet VOLL ist. Es müssen also Menschen vom Planeten runter.

Wir bauen uns also Raumschiffe, um 2 x 2,5 = 5 Milliarden Menschen von der Welt zu bringen. Denn das Unternehmen benötigt sicher 50 Jahre, weswegen sich die Anzahl der zu transportierenden Menschen verdoppelt.

Momentan machbar sind, wenn wir uns richtig anstrengen, Raumschiffe mit einer Kapazität von ca 10′000 Personen (das ist die Normalstärke der Besatzung des Flugzeugträgers “U.S.S Enterprise”). Wir brauchen also 5′000′000′000 / 10′000 = 500′000 Flüge. Gesetzt der Fall jedes Raumschiff kann in den 50 Jahren Projektzeit im Schnitt 500 Flüge absolvieren (jedes Jahr 10!), dann wären das also mindestens 1′000 Schiffe a 10′000 Personen.

1′000 Raumschiffe von der Größe der U.S.S. Enterprise! Stellen Sie sich vor, wieviel Eisen, Erz und Elektronik das benötigt! Wie das die Umwelt verschmutzt, und was das für einen logistischen Aufwand bedarf! Gigantisch! Bei dieser logistischen Herausforderung muß jedes Land der Erde mithelfen, und spätestens da stoßen wir an die Grenzen. Bei der aktuellen politischen Lage - unmöglich. Und währenddessen läuft uns die Zeit davon …

Was bringt uns in diesem Zusammenhang der Warp-Antrieb? Wir könnten zwar nachgucken wo wir diese 5 Milliarden Menschen hinbringen könnten - aber wir würden sie, trotz Warp-Antrieb, gar nicht schnell genug wegbekommen von dieser Welt! Der Warpantrieb ist also ein hehres Ziel - aber für die Behebung dieses klitzekleinen Management-Problems nur ein Nebenschauplatz.
Was wir brauchen, ist eine Möglichkeit, die Menschen dauerhaft schneller von der Erde wegzubringen, als Menschen nachwachsen; und das geht nach meiner Ansicht nur mit planetaren Portalen, die die Oberflächen zweier Planeten miteinander verbinden, und so Menschen ohne Raumschiff direkt von Oberfläche zu Oberfläche transportiert werden können. Mit so einem Portal bekommt man sicher 100 Menschen / Stunde weg von unserem Planeten. So ein Portal würde auch wesentlich weniger Ressourcen benötigen, weshalb tausende Portale denkbar wären mit einerGesamt- Transportkapazität von mehreren 100′000 Personen / Stunde. Außerdem würde so ein Portal auch gleich das Problem mit dem Nachschub lösen, da bei Bedarf binnen Minuten Resourcen transportiert werden könnten. Im Falle von Raumschiffen müsste erst die Nachricht zur Erde übermittelt, und die Rohstoffe zum Zielplaneten transportiert werden.
Die Menschheit steht in diesem Jahrtausend vor einem gewaltigen Problem: der Überbevölkerung.
Der Warp-Antrieb ist ein Teil der Lösung. Ein wichtiger Teil, aber nur ein kleiner.

Je komplexer der Sachverhalt,…

… desto einfacher läßt er sich lahmlegen.

Das liegt an der Menge an Einzelteilen. Je komplexer, desto mehr. Und jedes EInzelteil ist ein Angriffspunk, an dem man Ansetzen kann. Denken Sie an Software, internationales Recht die Rechtsprechung ganz allgemein! Wieviel Rechtsanwälte braucht es, um bei einem Prozess die Lücke zu finden? Für jedes Recht gibts ein Hintertürchen.

Wieviel verliert der Steuerstaat an Steuerbeuger? Da gibt es diese Firma, ein großer deutscher Milchproduzent, die machen in Hamburg ein Werk zu, und eröffnen in Ostdeutschland ein neues, mit EU-Geldern. Natürlich ist die Schließung steuerwirksam, und die EU-Gelder steuerfrei. Es ist eine Frage der Argumentation, ob man die Gelder bekommt ode rnicht.

Oder Autoelektrik?!? In ihrem Wahn, alles billiger, langlebiger zu machen, verringern Automobilhersteller die Anzahl der mechanischen Teile - um stattdessen elektrische einzubauen. Die mechanischen Bauteile sind aber ausgereifter, leichter zu ersetzen und zu reparieren. Und so schießt mit jedem neuen Chip die Anzahl der möglichen Fehlerquellen um das millionenfache nach oben. Neulich hat der Bord-Computer meines Lieblingsspielzeugs gemeint, er müsse bei Tempo 200 ABS und ESP ausschalten. Fehlerortung Fehlanzeige - “sporadischer Fehler irgendwo in der Elektrik”. Na dann warten wir aufs nächste Mal.

Und wie ist das mit Software-Projekten? Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, daß prozentual mehr ISO 9000-Projekte scheitern als nicht-zertifizierte? Ist ja auch logisch - schließlich - wird jede Software nur einmal geschrieben, ISO 9000 soll jedoch die Reproduzierbarkeit erhöhen! Ich habe schon gesehen, wie in eigentlich gut laufenden Projekten “Regeln zum besseren Controlling und erhöhten Transparenz” eingeführt wurden, was sich toll anhört. Wenn aber als Software-Entwickler nun mal meine Stärken nicht in diesen Bereichen liegen, tue ich mich damit schwer, und ich mache Fehler. Und die Tagesarbeit, das Programmieren, bleibt liegen. Und sowieso - wieviel versteht der Manager vom Software-Programieren? Wenn er nicht anfangen will zu programmieren, wieso will er denn genau (”reproduzierbar”) wissen was ich tue?

Die Binsenweisheit die eigentlich jeder weiß: erhöhe die Anzahl der Einzelteile, und du gefährdest das System. Es kann sich keiner rausreden. Jeder von uns hat schon mal ein elektrisches Gerät reklamiert, und jeder von uns hat sich schon mal über das Steuerrecht beklagt. Wir wissen wo das Problem liegt und wie es entsteht. Also hört auf zu jammern und werdet tätig!

die Bild-Zeitung und schwarze Löcher

Information ist die Grundsubstanz unseres Universums. Wäre zuviel / zuwenig Information im Weltall, dann würde es boom machen. Hat mit der Entropie und schwarzen Löchern zu tun, mit der String-Theorie, Heimsche Feldtheorie und was noch alles - weiß der Geier. Fakt aber ist, daß die Nicht-Substanz des abstrakten, vom heutigen Computer-Hype geprägten Begriffs der Information und die quasi anfaßbare Materie der Physik eine gemeinsame, messbare Grenze haben. Das ist doch mal was! Na das freut mich als Computer-Fuzzi doch gewaltig!

Stellen Sie sich vor, dann ist es sogar möglich, einfach durch die Anhäufung von Information - ein schwarzes Loch zu generieren! Ist auch wirklich so, echt wahr!

Freilich hat die Sache einen Haken: der Speicher, in dem die Information gespeichert werden müßte, wiegt immer mehr als die Information selbst. Das bedeutet also - völlig egal wie viele Informationen in einer einzelnen Bild-Zeitung drin steht - bevor die Information zum schwarzen Loch wird, werden es die Bild-Zeitungen, auf denen die Informationen stehen. Da wiegen die Bild-Zeitungen dann also schwerer als alle Informationen der Welt zusammengenommen.

Ich liebe Quantenlogik!

Haben Sie das gehört? Da gibt es die Quantenlogik, in der gibt es nicht nur “ja und “nein”, sondern auch “beides”.
Stellen Sie sich vor, Sie machen Lebensplanung. Das hat viel mit Entscheidungen zu tun. Wenn Sie also für einen Bereich keine Entscheidung fällen können, dann müssen Sie diesen Bereich außen vor lassen, die Entscheidung verschieben oder eine vorläufige Entscheidung treffen; Sie wissen aber nicht, inwiefern diese Nicht-Entscheidung den Rest Ihres Lebens beeinflußt.

Ein Beispiel: Allein der Wechsel eines Giro-Kontos von einer Bank zu einer anderen senkt Ihre Kreditwürdigkeit. Dann können Sie sich vielleicht ein Eigenheim nicht mehr leisten, weil Sie für den nötigen Kredit zuwenig Bonität haben. Und weil Sie sich das Eigenheim nicht mehr leisten können, haben Sie keinen Platz mehr für eine Großfamilie, weshalb Sie sich Gedanken machen sollten, ob und welches Altersheim für Ihre Eltern Sie sich leisten können. Und das alles nur, weil Sie das Girokonto von einer Bank zu einer anderen umgezogen haben. Eine schwere Entscheidung. Aber diese Entscheidung nicht zu fällen, wiegt schwerwiegender, denn es hängen so viele weitere Entscheidungen dran, die mit dieser Nicht-Entscheidung in einen Wackel-Zustand versetzt werden. Was Ihre Lebensqualität und letzendlich Ihre Krisensicherheit gefährdet. Manchmal kann man aber einfach nicht entscheiden, weil Informationen fehlen. Es ist also wichtig, diese Nicht-Entscheidung mit zu berücksichtigen.

Das war bisher nicht möglich. Die normale Boolesche Logik mit ja und nein sagt doch ganz klar: es gibt entweder ja, oder nein. Übersetzt: zum Lösen brauche ich eine Entscheidung, eine NIcht-Entscheidung führt in die Sackgasse, und läßt das Problem “ungelöst”.

Mit der Quantenlogik läßt sich dieses Problem berücksichtigen: eine Entscheidung wird entweder gefällt (und dann ist ja alles ganz einfach), oder eben nicht. Und zwar mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten. Wenn ich also mit 70% Wahrscheinlichkeit das Giro-Konto wechsle und mit 60%iger Wahrscheinlichkeit (bei ausreichender Bonität) ein Haus kaufen werde, dann ist die kombinierte Wahrscheinlichkeit, ein Haus zu kaufen (1-0.7) * 0.6 = 0.3 * 0.6 =0,18 = 18%. Das können Sie mit beliebig vielen “Ebenen” tun - Sie müssen nur noch gucken, ob das mit Ihrem Bauchgefühl oder Ihren Wünschen passt, und Sie wissen, was zu tun ist.

Das Tolle daran: für den Alltagseinsatz brauchen Sie ja gar keine exakten Werte; ich denke, es fällt uns schwer genug, auf 10% genau zu schätzen; das reicht aber vollends für den täglichen Gebrauch, und läßt sich auch schnell im Kopf überschlagen. Denn eines dürfte klar sein: wenn die Schätzung der Einzelwerte zu lange braucht und dann noch eine lange Berechnung folgt, fahren Sie vermutlich besser, wenn Sie die Rechnung herumdrehen, gleich das Ergebnis schätzen und “den Rest” danach ausrichten.

Von alten Leuten und kleinen Sünden

Da habe ich endlich mal wieder ein wenig Zeit gefunden, ein paar Kurven zu trainieren, und dann das!

Stell dir vor, du fährst Samstags bei schönem Wetter raus, ein wenig die Landschaft genießen. Du klappst bei 10°C das Cario zurück, fährst eine extra kurvige Landstraße an und freust dich schon auf ein bisschen Kurven-Spaß. Vor dir fährt ein TT. du denkst gut, kannst das eine oder andere abgucken. Und dann - 50. Vor dem TT fährt ein Opa, in seiner jahrzehntelaten Schüssel und fährt 50! Dabei dürfte man da 100 fahren!
Gut, die Straße ist sehr kurvig und es ist en Waldstück; gut, es ist sein Recht, auf einer kurvenreichen Landstraße 50 zu fahren, wenn er sich nunmal nicht sicher fühlt. Es ist sein Recht, weil es der Straßensicherheit dient. Und weil Landstraßen nunnmal keine Rennstrecken sind.
Hm. Sehen wir’s mal von seiner Seite. Was geht dir durch den Kopf, wenn du auf einer schwierigen Straße fährst und vier(!) Sportwagen fahren hinter dir her? “Ich darf hier langsam fahren und ich fahre langsam”? Oder vielleicht “äh oh uh wo ist der nächste Parkplatz”?

Also ich kenne die Situation; ich bin jahrelang einen Punto mit 50 PS gefahren, davor einen Escort, und mein erstes Auto war ein Golf Diesel mit ca 40 PS. Ich habe genau diese Situation erlebt, und ich habe “uh verfl - müssen die so - nein aaaah eine Haltebucht!” gedacht. Ist für ihn doch viel sicherer, wenn er die Schlange hinter sich los ist. Stell dir mal vor - er bremmst versehentlich mit 50 und die ganze Meute donnert ihm hinten drauf! Aua. Da kann er noch so viel Recht vor Gericht bekommen; aber - in dem Alter sind so Sachen wie “der Ruf” oder “was die Leute denken” wichtig. Was denken denn seine Nachbarn, wenn sie erfahren daß er mit seinem 14-jährigen Opel einen Aufahrunfall mit VIER(!) nagelneuen Sportwagen hatte? Was zu lachen haben sie allemal.

Aber der Herrgott straft die kleinen Sünden ja sofort - als Dank dafür hat mich das Navi auf eine Landwirtschafts-Straße geschickt. Und jetzt ist mein Unterboden mit Kratzern und kleinen Einschlägen übersäht.

Feiern Einsiedler eigentlich Fasching?

Muß Fasching Spaß machen? Ja, definitiv. Es muß, denn anders kann man es wohl nicht ertragen. Also ich würde mich freiwillig unter keiner Holzmaske verstecken, schwere Frauenkleiner (mehrere Garnituren!) anziehen und dann stundenlang auf den Straßen von irgendwelchen Hinterwalddörfern rumspringen! Das müßte schon einen ganz erheblichen Anreiz mit sich bringen!

Aber mal was ganz anderes: was bringt Fasching eigentlich?
In der Evolution unserer Welt muß sich eine Sache schon “rentieren”, damit sie sich langfristig hält. Langfristig, das bedeutet hier “mehr als ein paarmal”, und Fasching - das gibts doch schon ewig, oder? Was also bringt Fasching uns Menschen, daß es sich so lange hält? Und wir Jahr für Jahr all die Krippewellen (dieses Jahr solls Moro sein) und besoffenen Anbaggerversuche ertragen?

Sex, purer Sex. Kein Antrieb in der Menschheit ist so stark wie der Sex - direkt nach dem Selbsterhaltungstrieb. Da macht es doch nur Sinn, daß sich der Fasching - geboren aus dem Selbsterhaltungstrieb, als Vertreibungsmaßnahme von Seuchen, Krankheiten, Winter, gerade über den Sex rechtfertigt?
Und wie ist es den mit den regelmäßigen Sommerfesten, mit Silvester, kurz alle anderen Festen, die so im Laufe des Jahres regional oder überregional stattfinden? Sind diese nicht deshalb so erfolgreich, weil sie die Kontaktaufnahme zwischen den Geschlechtern (und damit den Sex) wesentlich, also für die Evolution von uns Menschen relevant, erleichtern?

Ich wage es kaum zu sagen - ist ganz allgemein “nett zusammensitzen” nicht eigentlich in letzter Instanz eine Anbahnungsmaßnahme für - Sex? Ein wirklich schrecklicher Gedanke, oder?