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26.9.2007 von Michael Winkler.
Zu einer richtig guten Party gehört Alkohol schon irgendwie dazu, oder? Was wäre die Wies’n ohne Bier, ein Weinfest ohne Wein, und diese exzessive Party neulich, die wäre harmlos verlaufen, wenn da nicht diese Schnäpse gewesen wären…
Es ist erwiesen, daß Alkohol die Wahrnehmung trübt. Das Sichtfeld wird eingeschränkt, man hört schlechter und die Motorik wird furchtbar träge. Auf eine Party übertragen bedeutet das: man sieht nicht, daß der Gegenüber gerade das Gesicht verzieht. Man hört auch nicht daß die Leute hinter einem gerade tuscheln weil man so komisch durch die Gegend schwankt. Warum war diese Party mit dem vielen Alkohol also so toll? Die erschreckende Wahrheit: weil wir nicht gemerkt haben, daß sie grottenschlecht war. Hätten wir keinen Alkohol getrunken, hätten wir das gemerkt, und hätten unsere Zeit vielleicht besser genutzt. Was zum wirklich überraschendem Schluß führt:
Trink kein Alkohol und du sparst Zeit.
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16.4.2007 von Michael Winkler.
Gesetzt der Fall, die Ereignisse und Zustände dieser Welt hängen “irgendwie” zusammen. Weiter gesetzt der Fall, es gibt eine (für einen spezielle Anwendung) relevante Menge an Ereignisse und Zustände k(n) dieser Welt, die hinreichend genau durch eine Zahl, errechnet als lineare Funktion, abgebildet werden könnten; dann können diese Ereignisse und Zustände als ein lineares Gleichungssystem (kurz LGS) formuliert werden:
a(n,m)*x(n,m)+a(n-1,m)*x(n-1,m)+a(n-2,m)*x(n-2,m)…. + a(1,m)*x(1,m) = k(m)
a(n,m-1)*x(n,m-1)+a (n-1,m-1)*x(n-1,m-1)+…..a(1,m-1)*x(1,m-1) = k(m-1)
…
a(n,1)*x(n,1)+a(n-2,1)*x(n-2,1)+…a(1,1)*x(1,1) = k(1)
Dieses LGS könnte mithilfe des Gauß’schen Eliminationsverfahren aufgelöst werden. Das funktioniert auch ganz wunderbar, wenn die Spaltenvektoren a (i,j) linear abhängig voneinander sind und m >= n ist, also die Anzahl der Zeilen mindestens die Anzahl der Spalten ist.
Ein Beispiel! Nehmen wir Aktien. Die Aktienwerte dieser Welt sind sicher wesentlich stärker aneinander gekoppelt als irgendwelche anderen Werte dieser Welt. Sinkt ein Hauptwert, so kann das gerne einmal zu einer Kettenreaktion führen, und eine ganze Börse in den Ruin treiben. Sinken mehrere Werte gleichzeitig (z.B. weil ein gemeinsamer Aktieneigner sein Depot konsolidiert), so ist die Gefahr ungleich größer, und nahezu wahrscheinlich ist der Börsencrash, wenn sich in der Runde der Aktieneigner eine schlechte Laune, Panik oder ähnliches ausbreitet. Man kann also mit einiger Berechtigung sagen, daß die Börsenkurse unterschiedlicher Aktien stark aneinander gekoppelt sind. Dehnt man dann das zeitliche Fenster aus, so gibt es irgenwann einen Punkt, ab dem man auch von einer (positiven oder negativen) linearen Kopplung der zeitlichen Mittelwerte reden kann. Aktienkurse sind also bestens geeignet für unser kleines Zahlenspiel!
Es sei jede Zeile 1 <= j <= m die Formel für einen Aktienkurs, k(j) also der Mittelwert des Aktienkurses j in einem von uns beliebig aber für alle Kurse festen Intervall. x(i,j) seien die Aktienkurse innerhalb des Intervalls i für 1 <= i <= n. Wenn wir eine Post-Mortem-Analyse fahren, können wir also sowohl die xen als auch die ks in das LGS eintragen. Aber was nützt es uns, wenn wir ein Gleichungssystem aufstellen für Werte x (i,j), wenn wir dann diese Werte einsetzen?
Die Koeffizienten a(i,j), das sind in diesem Fall die wirklich interessanten Werte. Sie bestimmen nämlich, wie stark die unterschiedlichen Aktienkurse x(i,.j) aneinander gekoppelt sind. Sind in einer Spalte (also festes i, variables j) mehrere Werte besonders stark ausgeprägt und andere Werte jedoch sehr gering, so deutet das auf eine starke Korrelation der AKtienwerte (über die übliche Börsenkorrelation hinaus) hin; das heißt, diejenigen Werte mit einem großen a(i,j) hängen “irgendwie” zusammen, sind also wesentlich stärker zueinander gekoppelt als die anderen Werte - in diesem Zeitintervall.
Das bedeutet weiter - wenn ich also eine Korrelation für zwei Aktien gefunden habe und bekomme eine Neuigkeit fur eine der beiden Aktien - dann hilft mir das bei der Vorhersage des anderen Wertes. Freilich wird diese Vorhersage umso ungenauer, je “heißer” eine Situation ist, oder je kleiner das zeitliche Intervall ist.Und umso nutzloser, je größer das zeitliche Intervall ist.
Stellt sich nur noch die Frage: wie bekomme ich die Werte a(i,j).
Wenn wir uns vor Augen führen was wir zuerst wissen wollen, nämlich welche Werte wie gekoppelt sind, können wir den Wertebereich für die a(i,j) stark einschränken. Setzen wir -1 = stark negativ gekoppelt, 0 = normal gekoppelt, 1 = stark positiv gekoppelt; um den Korrekturwert irgendwie zu greifen, führen wir für jede Zeile r(j) ein, der die Ungenauigkeit der Annahme repräsentiert, und ziehen diesen rechts von k(j) ab. dann sind diejenigen Zeilen für uns interessant, bei denen die Ungenauigkeit r(j) hinreichend gering ist.
Trotzdem dürften jetzt schon einige Zeilen herausfallen. Und über den Rest, da kümmer ich mich ein andermal ![]()
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15.3.2007 von Michael Winkler.
Alle 50 Jahre verdoppelt sich die Menschheit. Platz haben wir auf dieser Erde für 200 Milliarden Menschen. Angenommen wir sind jetzt ca 5 Milliarden Menschen, dann dauert es ca. 5 * 50 Jahre, also 250, bis dieser Planet VOLL ist. Es müssen also Menschen vom Planeten runter.
Wir bauen uns also Raumschiffe, um 2 x 2,5 = 5 Milliarden Menschen von der Welt zu bringen. Denn das Unternehmen benötigt sicher 50 Jahre, weswegen sich die Anzahl der zu transportierenden Menschen verdoppelt.
Momentan machbar sind, wenn wir uns richtig anstrengen, Raumschiffe mit einer Kapazität von ca 10′000 Personen (das ist die Normalstärke der Besatzung des Flugzeugträgers “U.S.S Enterprise”). Wir brauchen also 5′000′000′000 / 10′000 = 500′000 Flüge. Gesetzt der Fall jedes Raumschiff kann in den 50 Jahren Projektzeit im Schnitt 500 Flüge absolvieren (jedes Jahr 10!), dann wären das also mindestens 1′000 Schiffe a 10′000 Personen.
1′000 Raumschiffe von der Größe der U.S.S. Enterprise! Stellen Sie sich vor, wieviel Eisen, Erz und Elektronik das benötigt! Wie das die Umwelt verschmutzt, und was das für einen logistischen Aufwand bedarf! Gigantisch! Bei dieser logistischen Herausforderung muß jedes Land der Erde mithelfen, und spätestens da stoßen wir an die Grenzen. Bei der aktuellen politischen Lage - unmöglich. Und währenddessen läuft uns die Zeit davon …
Was bringt uns in diesem Zusammenhang der Warp-Antrieb? Wir könnten zwar nachgucken wo wir diese 5 Milliarden Menschen hinbringen könnten - aber wir würden sie, trotz Warp-Antrieb, gar nicht schnell genug wegbekommen von dieser Welt! Der Warpantrieb ist also ein hehres Ziel - aber für die Behebung dieses klitzekleinen Management-Problems nur ein Nebenschauplatz.
Was wir brauchen, ist eine Möglichkeit, die Menschen dauerhaft schneller von der Erde wegzubringen, als Menschen nachwachsen; und das geht nach meiner Ansicht nur mit planetaren Portalen, die die Oberflächen zweier Planeten miteinander verbinden, und so Menschen ohne Raumschiff direkt von Oberfläche zu Oberfläche transportiert werden können. Mit so einem Portal bekommt man sicher 100 Menschen / Stunde weg von unserem Planeten. So ein Portal würde auch wesentlich weniger Ressourcen benötigen, weshalb tausende Portale denkbar wären mit einerGesamt- Transportkapazität von mehreren 100′000 Personen / Stunde. Außerdem würde so ein Portal auch gleich das Problem mit dem Nachschub lösen, da bei Bedarf binnen Minuten Resourcen transportiert werden könnten. Im Falle von Raumschiffen müsste erst die Nachricht zur Erde übermittelt, und die Rohstoffe zum Zielplaneten transportiert werden.
Die Menschheit steht in diesem Jahrtausend vor einem gewaltigen Problem: der Überbevölkerung.
Der Warp-Antrieb ist ein Teil der Lösung. Ein wichtiger Teil, aber nur ein kleiner.
Geschrieben in oh-my-god!, Angewandte Wissenschaft, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
6.3.2007 von Michael Winkler.
Information ist die Grundsubstanz unseres Universums. Wäre zuviel / zuwenig Information im Weltall, dann würde es boom machen. Hat mit der Entropie und schwarzen Löchern zu tun, mit der String-Theorie, Heimsche Feldtheorie und was noch alles - weiß der Geier. Fakt aber ist, daß die Nicht-Substanz des abstrakten, vom heutigen Computer-Hype geprägten Begriffs der Information und die quasi anfaßbare Materie der Physik eine gemeinsame, messbare Grenze haben. Das ist doch mal was! Na das freut mich als Computer-Fuzzi doch gewaltig!
Stellen Sie sich vor, dann ist es sogar möglich, einfach durch die Anhäufung von Information - ein schwarzes Loch zu generieren! Ist auch wirklich so, echt wahr!
Freilich hat die Sache einen Haken: der Speicher, in dem die Information gespeichert werden müßte, wiegt immer mehr als die Information selbst. Das bedeutet also - völlig egal wie viele Informationen in einer einzelnen Bild-Zeitung drin steht - bevor die Information zum schwarzen Loch wird, werden es die Bild-Zeitungen, auf denen die Informationen stehen. Da wiegen die Bild-Zeitungen dann also schwerer als alle Informationen der Welt zusammengenommen.
Geschrieben in Angewandte Wissenschaft, Wannabe Philosopher | Drucken | Keine Kommentare »
4.3.2007 von Michael Winkler.
Haben Sie das gehört? Da gibt es die Quantenlogik, in der gibt es nicht nur “ja und “nein”, sondern auch “beides”.
Stellen Sie sich vor, Sie machen Lebensplanung. Das hat viel mit Entscheidungen zu tun. Wenn Sie also für einen Bereich keine Entscheidung fällen können, dann müssen Sie diesen Bereich außen vor lassen, die Entscheidung verschieben oder eine vorläufige Entscheidung treffen; Sie wissen aber nicht, inwiefern diese Nicht-Entscheidung den Rest Ihres Lebens beeinflußt.
Ein Beispiel: Allein der Wechsel eines Giro-Kontos von einer Bank zu einer anderen senkt Ihre Kreditwürdigkeit. Dann können Sie sich vielleicht ein Eigenheim nicht mehr leisten, weil Sie für den nötigen Kredit zuwenig Bonität haben. Und weil Sie sich das Eigenheim nicht mehr leisten können, haben Sie keinen Platz mehr für eine Großfamilie, weshalb Sie sich Gedanken machen sollten, ob und welches Altersheim für Ihre Eltern Sie sich leisten können. Und das alles nur, weil Sie das Girokonto von einer Bank zu einer anderen umgezogen haben. Eine schwere Entscheidung. Aber diese Entscheidung nicht zu fällen, wiegt schwerwiegender, denn es hängen so viele weitere Entscheidungen dran, die mit dieser Nicht-Entscheidung in einen Wackel-Zustand versetzt werden. Was Ihre Lebensqualität und letzendlich Ihre Krisensicherheit gefährdet. Manchmal kann man aber einfach nicht entscheiden, weil Informationen fehlen. Es ist also wichtig, diese Nicht-Entscheidung mit zu berücksichtigen.
Das war bisher nicht möglich. Die normale Boolesche Logik mit ja und nein sagt doch ganz klar: es gibt entweder ja, oder nein. Übersetzt: zum Lösen brauche ich eine Entscheidung, eine NIcht-Entscheidung führt in die Sackgasse, und läßt das Problem “ungelöst”.
Mit der Quantenlogik läßt sich dieses Problem berücksichtigen: eine Entscheidung wird entweder gefällt (und dann ist ja alles ganz einfach), oder eben nicht. Und zwar mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten. Wenn ich also mit 70% Wahrscheinlichkeit das Giro-Konto wechsle und mit 60%iger Wahrscheinlichkeit (bei ausreichender Bonität) ein Haus kaufen werde, dann ist die kombinierte Wahrscheinlichkeit, ein Haus zu kaufen (1-0.7) * 0.6 = 0.3 * 0.6 =0,18 = 18%. Das können Sie mit beliebig vielen “Ebenen” tun - Sie müssen nur noch gucken, ob das mit Ihrem Bauchgefühl oder Ihren Wünschen passt, und Sie wissen, was zu tun ist.
Das Tolle daran: für den Alltagseinsatz brauchen Sie ja gar keine exakten Werte; ich denke, es fällt uns schwer genug, auf 10% genau zu schätzen; das reicht aber vollends für den täglichen Gebrauch, und läßt sich auch schnell im Kopf überschlagen. Denn eines dürfte klar sein: wenn die Schätzung der Einzelwerte zu lange braucht und dann noch eine lange Berechnung folgt, fahren Sie vermutlich besser, wenn Sie die Rechnung herumdrehen, gleich das Ergebnis schätzen und “den Rest” danach ausrichten.
Geschrieben in Angewandte Wissenschaft, Wannabe Philosopher | Drucken | Keine Kommentare »