Ich liebe Quantenlogik!

Haben Sie das gehört? Da gibt es die Quantenlogik, in der gibt es nicht nur “ja und “nein”, sondern auch “beides”.
Stellen Sie sich vor, Sie machen Lebensplanung. Das hat viel mit Entscheidungen zu tun. Wenn Sie also für einen Bereich keine Entscheidung fällen können, dann müssen Sie diesen Bereich außen vor lassen, die Entscheidung verschieben oder eine vorläufige Entscheidung treffen; Sie wissen aber nicht, inwiefern diese Nicht-Entscheidung den Rest Ihres Lebens beeinflußt.

Ein Beispiel: Allein der Wechsel eines Giro-Kontos von einer Bank zu einer anderen senkt Ihre Kreditwürdigkeit. Dann können Sie sich vielleicht ein Eigenheim nicht mehr leisten, weil Sie für den nötigen Kredit zuwenig Bonität haben. Und weil Sie sich das Eigenheim nicht mehr leisten können, haben Sie keinen Platz mehr für eine Großfamilie, weshalb Sie sich Gedanken machen sollten, ob und welches Altersheim für Ihre Eltern Sie sich leisten können. Und das alles nur, weil Sie das Girokonto von einer Bank zu einer anderen umgezogen haben. Eine schwere Entscheidung. Aber diese Entscheidung nicht zu fällen, wiegt schwerwiegender, denn es hängen so viele weitere Entscheidungen dran, die mit dieser Nicht-Entscheidung in einen Wackel-Zustand versetzt werden. Was Ihre Lebensqualität und letzendlich Ihre Krisensicherheit gefährdet. Manchmal kann man aber einfach nicht entscheiden, weil Informationen fehlen. Es ist also wichtig, diese Nicht-Entscheidung mit zu berücksichtigen.

Das war bisher nicht möglich. Die normale Boolesche Logik mit ja und nein sagt doch ganz klar: es gibt entweder ja, oder nein. Übersetzt: zum Lösen brauche ich eine Entscheidung, eine NIcht-Entscheidung führt in die Sackgasse, und läßt das Problem “ungelöst”.

Mit der Quantenlogik läßt sich dieses Problem berücksichtigen: eine Entscheidung wird entweder gefällt (und dann ist ja alles ganz einfach), oder eben nicht. Und zwar mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten. Wenn ich also mit 70% Wahrscheinlichkeit das Giro-Konto wechsle und mit 60%iger Wahrscheinlichkeit (bei ausreichender Bonität) ein Haus kaufen werde, dann ist die kombinierte Wahrscheinlichkeit, ein Haus zu kaufen (1-0.7) * 0.6 = 0.3 * 0.6 =0,18 = 18%. Das können Sie mit beliebig vielen “Ebenen” tun - Sie müssen nur noch gucken, ob das mit Ihrem Bauchgefühl oder Ihren Wünschen passt, und Sie wissen, was zu tun ist.

Das Tolle daran: für den Alltagseinsatz brauchen Sie ja gar keine exakten Werte; ich denke, es fällt uns schwer genug, auf 10% genau zu schätzen; das reicht aber vollends für den täglichen Gebrauch, und läßt sich auch schnell im Kopf überschlagen. Denn eines dürfte klar sein: wenn die Schätzung der Einzelwerte zu lange braucht und dann noch eine lange Berechnung folgt, fahren Sie vermutlich besser, wenn Sie die Rechnung herumdrehen, gleich das Ergebnis schätzen und “den Rest” danach ausrichten.

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