Muß Fasching Spaß machen? Ja, definitiv. Es muß, denn anders kann man es wohl nicht ertragen. Also ich würde mich freiwillig unter keiner Holzmaske verstecken, schwere Frauenkleiner (mehrere Garnituren!) anziehen und dann stundenlang auf den Straßen von irgendwelchen Hinterwalddörfern rumspringen! Das müßte schon einen ganz erheblichen Anreiz mit sich bringen!
Aber mal was ganz anderes: was bringt Fasching eigentlich?
In der Evolution unserer Welt muß sich eine Sache schon “rentieren”, damit sie sich langfristig hält. Langfristig, das bedeutet hier “mehr als ein paarmal”, und Fasching - das gibts doch schon ewig, oder? Was also bringt Fasching uns Menschen, daß es sich so lange hält? Und wir Jahr für Jahr all die Krippewellen (dieses Jahr solls Moro sein) und besoffenen Anbaggerversuche ertragen?
Sex, purer Sex. Kein Antrieb in der Menschheit ist so stark wie der Sex - direkt nach dem Selbsterhaltungstrieb. Da macht es doch nur Sinn, daß sich der Fasching - geboren aus dem Selbsterhaltungstrieb, als Vertreibungsmaßnahme von Seuchen, Krankheiten, Winter, gerade über den Sex rechtfertigt?
Und wie ist es den mit den regelmäßigen Sommerfesten, mit Silvester, kurz alle anderen Festen, die so im Laufe des Jahres regional oder überregional stattfinden? Sind diese nicht deshalb so erfolgreich, weil sie die Kontaktaufnahme zwischen den Geschlechtern (und damit den Sex) wesentlich, also für die Evolution von uns Menschen relevant, erleichtern?
Ich wage es kaum zu sagen - ist ganz allgemein “nett zusammensitzen” nicht eigentlich in letzter Instanz eine Anbahnungsmaßnahme für - Sex? Ein wirklich schrecklicher Gedanke, oder?
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