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15.7.2009 von Michael Winkler.
Kennen Sie Fraktale, z.B. Mandelbrot oder Apfelmännchen? Ganz hohe Mathematik - nur soviel: eine wohldefinierte, mathematische Formel, also etwas von dem man ein absolutes Maß an Ordnung erwarten könnte, erzeugt Chaos - inhärentes Chaos!
Chaos und Ordnung sind nicht zweierlei - es ist dasselbe. Und deshalb muß zwangsweise eine hohe Stabilität auf breiter Front ein hohe, punktuelle Labilität verursachen und umgekehrt. Entsprechende Belege finden Sie in den neuesten Ergebnissen der Wirtschaftstheorie, die sich immer mehr auf die Spieltheorie gründet.
Auf das Management bezogen - je stabiler Sie die Entscheidungsstrukturen machen, desto labiler machen Sie sie auch. je mehr Sie nach Lücken im System suchen, desto signifikanter sind die Lücken, die Ihnen durch die Lappen gehen. Je mehr Regeln Sie aufstellen, umso mehr Möglichkeiten eröffnen Sie dem Mißbrauch. Packen Sie härter zu - und es rutscht Ihnen zwischen den Fingern durch.
Chaos macht stabiler. Ordnung anfälliger auf Störungen.
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6.7.2009 von Michael Winkler.
Treffen Wettervorhersagen zu? Meistens, oder? Passieren wegen Verkehrsampeln weniger Unfälle? Ja, klar! Wurde die Cheops-Pyramide von Cheops erbaut? Na von wem denn sonst!
Mal ganz ehrlich - wie oft haben Sie sich was gewünscht? Von Ihrem Partner, von Gott, von wem auch immer. Und wie oft gings in Erfüllung? Wenn ich schätzen darf: im großen und Ganzen deutlich häufiger als die Wettervorhersage eintritt. Trotzdem vertrauen Sie eher auf die Wettervorhersage anstatt sich Wetter zu wünschen. Schön blöd ![]()
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5.11.2007 von Michael Winkler.
Wir sind ja sowas von bescheuert!
Da gibt es Wege, um den Schlaf produktiv zu nutzen, und was sagen wir uns? “Das klappt doch eh nicht, wir brauchen das sowieso nicht”. Anstatt es einfach mal zu probieren.
Da gibt es Wege, pro Arbeitstag mehrere Bücher zu lesen, und was sagen wir uns? “Das klappt doch eh nicht, wir brauchen das sowieso nicht”. Anstatt es einfach mal zu probieren!
Da gibt es Wege, nebenher mühelos Sprachen zu lernen, und was sagen wir uns? “Das klappt doch eh nicht, wir brauchen das sowieso nicht”. Anstatt es einfach mal zu probieren, verdammt nochmal!
Wir sind ja sowas von bescheuert, und Recht haben wir damit!
(Für Widersprecher: Luzides Träumen, Speed Reading, Birkenbihl; Google fragen)
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9.10.2007 von Michael Winkler.
Seit einem Dale Carnegie-Kurs im März 2006 fahre ich einen Sportwagen. Das ist verwunderlich, denn eigentlich mag ich keine Autos und wir haben im Kurs nun nicht über Sportautos gesprochen. Und doch irgendwie habe ich plötzlich Leidenschaft - ein ganz und gar menschliches Gefühl - mit toter Materie verbunden, einem Auto.
Maschinen befriedigen und spiegeln die Gefühle der Menschen! Schrei deinen Computer an, schlag ihn, prügel auf ihn ein und ich verspreche dir - er wird garantiert nicht das tun was er soll! Sondern er wird dich anschreien, er wird dich verprügeln und auf dich einschlagen daß es richtig richtig weh tut - in seiner ganz speziellen (kryptischen) Sprache!
Haben Maschinen nichts mit Menschen und nichts mit Gefühlen zu tun? brauchen wir Computer nur für den Verstand? Hinkt mein Vergleich so sehr?
Ich betrachte mich als Computer-Coach. Ich coache Computer damit sie besser mit den Menschen zurecht kommen.
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26.9.2007 von Michael Winkler.
Zu einer richtig guten Party gehört Alkohol schon irgendwie dazu, oder? Was wäre die Wies’n ohne Bier, ein Weinfest ohne Wein, und diese exzessive Party neulich, die wäre harmlos verlaufen, wenn da nicht diese Schnäpse gewesen wären…
Es ist erwiesen, daß Alkohol die Wahrnehmung trübt. Das Sichtfeld wird eingeschränkt, man hört schlechter und die Motorik wird furchtbar träge. Auf eine Party übertragen bedeutet das: man sieht nicht, daß der Gegenüber gerade das Gesicht verzieht. Man hört auch nicht daß die Leute hinter einem gerade tuscheln weil man so komisch durch die Gegend schwankt. Warum war diese Party mit dem vielen Alkohol also so toll? Die erschreckende Wahrheit: weil wir nicht gemerkt haben, daß sie grottenschlecht war. Hätten wir keinen Alkohol getrunken, hätten wir das gemerkt, und hätten unsere Zeit vielleicht besser genutzt. Was zum wirklich überraschendem Schluß führt:
Trink kein Alkohol und du sparst Zeit.
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3.9.2007 von Michael Winkler.
Das darf doch nicht wahr sein, erst dieser dumme Fehler mit dem Bodrstein und jetzt das… ich dachte mir, “tust dem Auto was Gutes, kaufst ihm mal 5W60″. Das beste Motor-Öl, was man so an der Tanke finden kann - RS. Der Ölstand war sowieso ganz unten, also Flasche gekauft (25€ / l), und rein damit. Ein bisschen gefahren, geprüft, was, immer noch zuwenig? Ok, Flasche gekauft, rein damit. Ich fahr also fast 200km zu meinen Eltern, der Wagen rollt wie noch nie.
“Was qualmt denn bei dir? Und warum stinkt der so?” meinte mein Vater, nach fast 2 1/2 Stunden bei ihm angekommen. Ein kritischer Blick auf den Ölstand - “viel zu viel, da geht der Motor kaputt”. Das meinte dann auch der ADAC, und schleppte das Auto kurzerhand nach München.
Das smart Center München hat dann fast 1 1/2 Liter von meinem supa dupa Öl abgepumpt, und jetzt raucht er nimmer. Glück gehabt, die ganze Aktion hat mit nur 30€ gekostet, zuzüglich 1 1/2 Litter verschwendetes Öl. Hättte auch teurer kommen können, sowas endet normalerweise in nem kaputten kat, und der kostet bei Brabus.
Was lernen wir daraus? Diverses:
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30.7.2007 von Michael Winkler.
So ein Dreck.
Mit 80 bei Regen einen rechten Winkel zu fahren, das war wohl zu frech. Sogar allein auf der Straße. Mein Roadster ist gedriftet, und ich habs gar nicht gemerkt. Erst der Bordstein hat mich gestoppt und - zonk - die Alu-Felge eingedrückt wie Butter. Die sich dann in den Reifen gedrückt hat und pfffffft - schlauchlose Reifen machen das gerne mal - die Luft abgelassen. Reifen platt, Auto fahruntüchtig, ADAC gerufen.
Ich saß da nun, mit meinem kurzärmeligen, knallroten Hemd und habe eine geschlagene Stunde auf den ADAC gewartet, GEFROREN wie ein Windhund! Mitten im Sommer! Herr Petrus, ist das überhaupt erlaubt? Was waren das, 5°? “Grad ein Wunder daß es nicht schneit” meinte der freundliche ADAC-Mensch zu mir und drehte die Heizung auf. Ja, wohl wahr.
Und im Smart-Center dann der Schock: “Ich darf das nicht reparieren, der Felgen ist hin!” Was? Eine Brabus-Felge? Die kostet doch Schweine-Geld! “Ja, so um die 350€” meinte er, um sich dann bei einem Blick in den Katalog zu korrigieren “nein, es sind 400€ - netto. Zuzüglich Montage.” Na hoffentlich muß ich nicht auch noch den sündhaft teuren Michelin-Reifen austauschen…
Was bleibt also, nach 5 Sekunden Unachtsamkeit, 1 Stunde auf den ADAC frieren/warten und 500€ brutto später?
Wärst doch nur ein BISSCHEN langsamer gefahren, du Idiot.
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27.7.2007 von Michael Winkler.
Ich war noch nie auf der Route 66. Ich durfte noch nicht die Landschaft genießen, diese Sonne hat noch nie meine Haut verbrannt, kein Adler ist dort über mich hinweggeflogen und hat nach seinen Artgenossen geschrien. Trotzdem weiß ich, daß es auf der Route66 Unebenheiten gibt, die zuweilen sehr schmerzhaft, und ganz und gar real sind.
Genauso real wie die tausende Kinder in Asien, die in der virtuellen Umgebung “Everquest” sitzen, an einer ganz bestimmten Stelle, und immer und immer wieder, 16 Stunden pro Tag, dieselbe “Spielfigur” verprügeln, ihr alle virtuellen Gegenstände abnehmen und diese der “Spielfigur” eines skrupellosen Geschäftsmanns geben. Dieser verkauft die virtuellen Gegenstände anderen Teilnehmern der virtuellen Umgebung, aber gegen reales Geld.
Er tut dies, weil er eine Lücke im System gefunden hat, und diese ausnutzt. Solch einen findigen Geschäftsmann findet sich jederzeit, für jede virtuelle Umgebung, für jedes Spiel. Es ist die Natur des Menschen solche Lücken zu finden sobald es einen Vorteil, oder auch nur ein leichteres Leben, verspricht. Denn Freiheit endet da, wo die Freiheit des Anderen beginnt: mitten in der Grauzone. Und da, nämlich in der Grauzone, findet die eigentliche Schlacht statt.
Verstanden? Nochmal langsam:
Nur weil Everquest ein “Spiel” ist, das als “virtuelle” Umgebung über das “Internet” funktioniert, heißt das noch lange nicht, daß es darin keine mittelalterlichen Probleme wie Kindesmißbrauch und Sklavenarbeit geben kann.
Willkommen im gleichen Krieg, aber auf einem virtuellen Schlachtfeld. Willkommen in der neuen alten Welt.
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17.6.2007 von Michael Winkler.
Und dann war da dieser Mann, er hatte sich gerade ein paar neueste Laufschuhe gekauft, und probierte sie aus. Er joggte durch den Wald, den Kiesweg herunter und über die Brücke. Die Vögel zwitscherten und eine laue Brise kühlte seinen Schweiß. Er fühlte sich wunderbar. Da lief ihm ein guter Freund über den Weg, der ebenfalls joggte. Sie begrüßten sich und der Mann schlug vor, denselben Weg zurückzulaufen, weil er doch so schön gewesen wäre.
“Ich kann da nicht laufen”, antwortete der Freund, ” ich jogge barfuß, und die Kiesel sind so spitz”. Da beide ungefähr dieselbe Schuhgröße hatten, bot ihm der Mann kurzerhand seine neuen Schuhe an und selbst ein bisschen barfuß zu laufen. Er bückte sich um die Schuhe auszuziehen. “Nein, deine Schuhe passen mir nicht”. Überrascht bat ihn der Mann es doch erst einmal zu probieren.
“Wieso soll ich deine Schuhe probieren?” fragte der Freund, “Es gibt noch andere schöne Wege, und barfuß laufen hat sich bewährt!”.
Wenn man sich selbst weiterentwickelt, sei es durch einen Kurs, eine Erfahrung oder auch nur durch eine Erkenntnis, so legt man sich bessere Laufschuhe zu für seinen Lebensweg. Man kommt schneller voran, kann damit unbekannte, bessere Wege gehen, schnellere Wege, und schönere. Immer wenn man so einen Weg betritt, läßt man ein paar der Seinen hinter sich, denn sie haben keine neuen Laufschuhe, und können diese Wege nicht gehen. Die Wenigsten lassen sich überreden, sich selbst Schuhe zu kaufen.Doch was ist der Ausweg? Aufzuhören neue Wege zu gehen? Selbst wieder barfuß zu laufen?
Ich habe zwei paar Schuhe: ein einfaches Paar, schon ausgetreten, die mich viele Jahre begleitet haben - das benutze ich mit den Meinen; und ein neues Paar, perfekt gefedert und robust, für die neuen Wege - wenn ich allein jogge.
Und ich lerne Autofahren. Damit irgendwann niemand mehr - selbst gehen muß.
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23.5.2007 von Michael Winkler.
Ich habe einen neuen Grundsatz - jedes mal, wenn mir wieder ein Auftrag durch die Lappen geht, werde ich eine Schulung machen. Ich werde keine Personen oder Ereignisse suchen, die “daran schuld sind” - sobald es um Menschen geht sind solche Erkenntnisse sowieso hochgradig volatil. Stattdessen werde ich eine Schulung machen, die ungefähr in die Richtung liegt, wo das Problem war. Eine neue Sicht der Dinge lernen, meinen Horizont erweitern. Das bringt mich weiter als jeder Müßiggang.
Neulich war es wieder soweit. Die Gründe sind vielfältig, und entsprechend unbefriedigend. Teilweise war es meine Schuld, teilweise nicht - das Übliche, wir alle kennen es ja. Und als Bestrafung (oder ist es eher eine Belohnung?!?) werde ich einen NLP-Kurs machen. Vielleicht lediglich den “Adepten”, vielleicht auch gleich den “Meister”. Und mit dem sicheren Wissen, daß ich danach - dieselben Fehler sowieso nicht noch einmal machen werde. So hat auch dieses fatale Ereignis (wir sprechen von fast 100′000€ Umsatz!) etwas Positives.
Muß ich nur aufpassen, daß ich nicht “süchtig” danach werde, meinen Auftrag zu verlieren.
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